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Not the most evil being in the flat

April 1998

In Dublin hatte in den 90ern niemand ein Auge auf Männer wie ihn. Zu viele Menschen verschwanden, zu viele starben. Es gab Gründe hinzusehen, aber noch mehr, genau das nicht zu tun.

Heute würde man ihn vermutlich Ally nennen. Er war freundlich genug, Vertrauen zu wecken und so unscheinbar, dass niemand sich auch nur an sein Gesicht erinnerte. Ein Jedermann, der typische Nachbar von nebenan, den man freundlich grüßt, ohne sich einzuprägen, wie er nun eigentlich aussieht.
Seine Wohnung lag in einem alten Haus, feucht, mit abgeblätterter Tapete und dem Geruch von Moder in den Wänden. Er mochte die Stille dort unten. Den Keller, das gedämpfte Tropfen der Leitungen und das Gefühl, dass niemand etwas hören würde.
Und, dass niemand etwas wissen wollte.

Die Männer, die zu ihm kamen, glaubten an gemeinsame Dinge. An ein Versteck, an Sympathie. Und sie fanden all das – für eine kurze Weile.
Er wusste, wie man Blut fließen ließ, ohne, dass es spritzte. Wie man Stimmen erstickte, bevor sie zu schreien begannen. Er ergötzte sich an ihrem Betteln und Flehen.
Und wenn er mit ihnen fertig war und kein Tropfen Blut und kein Funken Leben mehr in ihnen brannte, dann ließ er sie gehen.
Man fand sie. In Gassen, Gräben oder im Fluss, denn die Liffey ist geduldig.
Dublin spuckte die Leichen wieder aus und niemand sah die Verbindung.

Doch dort unten, unter den morschen Dielen im zugeschütteten Keller, lag etwas Altes, Verdurstendes. Ein Körper, der längst Staub hätte sein müssen und doch wartete. Seit Jahrhunderten, reglos in der Finsternis.
Bis das erste Blut sickerte.
Nacht für Nacht. Manchmal auch erst Tage später. Wie eine sakrale Gabe.

Das Wesen unter der Erde fand langsam zurück ins Leben.
Und mit diesem Leben begannen die Wände zu flüstern. Manchmal glaubte unser Mörder Stimmen zu hören und wurde zunehmend paranoider, aber der Drang kehrte immer wieder zurück. Er konnte nicht aufhören. Tat es immer wieder, getrieben von etwas, dass er selbst nicht zu greifen wusste.

Und an dem Morgen, als er etwas von einem Friedensabkommen in der Zeitung las und noch nicht so ganz verstanden hatte, was genau das für ihn bedeutete, stand eine Frau in seiner Küche. Jung und wunderschön. Und hungrig.
Doch es sollte nicht ihn treffen. Er war nur ihr Werkzeug.

Shortfacts:
  • In Dublin treibt eine Vampirin ihr Unwesen. Doch sie verlässt ihr schützendes Nest nicht, sondern schickt einen unscheinbaren Mann vor; Du könntest das nächste Opfer sein! Sei vorsichtig! Passanten sind manchmal nicht, was sie zu sein scheinen – bist Du Pro-IRA? Ganz dumme Sache für Dich. Du stehst auf dem Speiseplan!
  • Weave of Fate möglich: Du möchtest mit dem Element spielen? Wende Dich gerne an Cat, sie schreibt Dir sicher gerne eine Weave of Fate, die sich auf den Plot bezieht und Dich in die richtige Richtung lenkt. Was Du draus machst, ist Dir überlassen.
  • Du möchtest eine aktive Szene mit den NPC's? Wende Dich auch hier gerne an das Team.

  • Wie soll der Plot enden? Das bleibt Euch überlassen.
    Vielleicht werden Jäger auf den Vampir und den Killer aufmerksam?
    Oder aber die Polizei?
    Entkommt vielleicht ein Opfer?
    Alles ist möglich!
    Avatar
    played by Team
    Alter: Noch kein Geburtsdatum angegeben
    Spezies: Mensch
    Beruf:
    Ein Hauch in der Dunkelheit, der das Gleichgewicht wahrt, wenn Chaos und Ordnung miteinander ringen. Manchmal flüstert es durch Träume, manchmal schreibt es sich in die Schatten Dublins. Der Wind ist das Schicksal. Achtet auf Euch, denn wer ist schon vor dem Schicksal gefeit?

    Don't get your hands dirty


    Die Gerichtsmedizin und das NID kommen nach der Untersuchung eines weiteren Todesfalls zu dem Schluss, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ein zusammenhängendes Muster paranormaler Gewaltverbrechen vorliegt. Besonders auffällig sind die Bissverletzungen am Opfer, die Ähnlichkeiten zu bereits geborgenen Wasserleichen aus der Liffey aufweisen. Aufgrund des Zustands früherer Leichen waren eindeutige Spuren dort nur eingeschränkt nachweisbar.

    Johann Rasmussen und Ciro de Vecchio informiert Reginald Campbell darüber, dass er einen übernatürlichen Zusammenhang inzwischen als gesichert betrachtet. Das NID übernimmt daraufhin die weitere Koordination: mögliche Vertuschung, Kommunikation mit Angehörigen sowie die Entscheidung, ob der Leichnam unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen freigegeben werden kann. Parallel werden Fingerabdrücke, Fotos und Laboruntersuchungen abgeschlossen. Die Beteiligten stimmen überein, dass eine öffentliche Verbindung der Fälle vermieden werden muss.

    Im Hintergrund wird deutlich, dass das NID routinemäßig Informationen manipuliert oder zurückhält, um die Existenz übernatürlicher Wesen geheim zu halten.

    Interner Bericht – NID


    Geheimhaltungsstufe: Intern / Stufe Schwarz Bearbeitende Stelle: NID – Sonderermittlungen & Forensik Betreff: Todesfall mit bestätigter vampirischer Beteiligung

    Zusammenfassung des Vorfalls
  • Männliches Opfer mit massiven Hämatomen, mehreren oberflächlichen Abwehrverletzungen sowie zwei punktförmigen Penetrationsverletzungen im Bereich der linken Halsseite aufgefunden.
  • Wundcharakteristik entspricht bekannten vampirischen Bissmustern.
  • Mikroskopische Gefäßveränderungen deuten auf Kontakt mit vampirischem Enzym (Haemapamin) hin. :contentReference[oaicite:3]{index=3}
  • Geschätzter Blutverlust: ca. 1,5 bis 2 Liter innerhalb kurzer Zeit.
  • Opfer zeigte vor dem Unfall deutliche Symptome einer beginnenden hypovolämischen Kreislaufdekompensation.

  • Dokumentierte Symptome
  • Tachykardie
  • Schwindel
  • Verlangsamte Reaktionsfähigkeit
  • Beeinträchtigte Tiefenwahrnehmung
  • Desorientierung
  • Neurologische Ausfallerscheinungen

  • Bewertung der mentalen Einflussnahme
  • Es wird von vampirischer Suggestion ausgegangen.
  • Menschen gelten als besonders anfällig für vampirische Manipulation. :contentReference[oaicite:4]{index=4}
  • Wahrscheinlich wurde das Opfer dazu beeinflusst, den Tatort eigenständig zu verlassen.
  • Die Manipulation dürfte mit zunehmender körperlicher Schwächung instabil geworden sein.

  • Rekonstruktion des Ablaufs
  • Opfer verließ den primären Tatort eigenständig mit dem Fahrzeug.
  • Während der Fahrt zunehmende Verschlechterung des Kreislaufzustands.
  • Wahrscheinliche Symptome während der Fahrt:
    • kurze Bewusstseinslücken
    • Sehstörungen
    • verminderte Motorik
    • reduzierte Gefahreneinschätzung
  • Der spätere Verkehrsunfall wird als Folge des Blutverlustes und der mentalen Beeinflussung bewertet.
  • Das Verkehrstrauma selbst war nicht die primäre Todesursache.

  • Todesursache
  • Massiver Blutverlust infolge vampirischer Nahrungsaufnahme
  • Hypovolämischer Schock
  • Sekundäres Verkehrstrauma nach Kontrollverlust über das Fahrzeug

  • Bewertung
  • Starke Parallelen zu den bisherigen Liffey-Fällen.
  • Zusammenhang wird als wahrscheinlich eingestuft.
  • Hinweise auf einen isoliert operierenden oder unkontrollierten Vampir.

  • Angeordnete Maßnahmen
  • Vollständige Übernahme des Falls durch das NID
  • Redigierte Übergabeakte an Garda und zivile Ermittlungsbehörden
  • Kontrolle der Angehörigenkommunikation
  • Geschlossene Bestattung empfohlen
  • Weiterführende Untersuchung möglicher Zusammenhangsfälle

  • Ermittlungsstand


  • Der ursprüngliche Angriffsort konnte bislang nicht eindeutig lokalisiert werden.
  • Nach aktuellem Stand prüfen die Ermittlungsbehörden mögliche Verbindungen in das Umfeld paramilitärischer Strukturen.
  • Insbesondere aufgrund der Verletzungsmuster sowie fehlender persönlicher Motive wird eine Beteiligung radikalisierter IRA-naher Gruppierungen derzeit nicht ausgeschlossen.
  • Die ungewöhnliche Gewaltanwendung könnte im Zusammenhang mit Einschüchterung, internen Disziplinierungsmaßnahmen oder fehlgeschlagenen Verhören stehen.
  • Ein politischer Hintergrund wird weiterhin geprüft.
  • Hinweise auf organisierte Täterstrukturen liegen bislang jedoch nicht gesichert vor.
  • Die Ermittlungen dauern an.

  • Redigierter Bericht – Offizielle Ermittlungsbehörden


    Bearbeitende Stelle: Gerichtsmedizin Dublin Betreff: Verkehrsunfall mit vorausgehendem körperlichem Angriff

    Zusammenfassung
  • Männliches Opfer nach schwerem Verkehrsunfall tödlich verletzt geborgen.
  • Bereits vor dem Unfall bestand ein erheblicher körperlicher Ausnahmezustand infolge eines vorausgegangenen Angriffs.
  • Am Körper fanden sich multiple Hämatome, oberflächliche Schnitt- und Kratzverletzungen sowie zwei stark blutende Stichverletzungen im Halsbereich.
  • Der Blutverlust führte vermutlich zu Schwindel, Orientierungsstörungen und eingeschränkter Fahrtüchtigkeit.

  • Rekonstruktion
  • Das Opfer setzte sich trotz Verletzungen eigenständig in sein Fahrzeug.
  • Während der Fahrt kam es zu einer zunehmenden Kreislaufverschlechterung.
  • Der spätere Unfall wird auf Kontrollverlust infolge körperlicher Schwächung zurückgeführt.

  • Todesursache
  • Erheblicher Blutverlust
  • Sekundäres Verkehrstrauma infolge eines Alleinunfalls

  • Ermittlungsstand
  • Der ursprüngliche Angriffsort konnte bislang nicht eindeutig lokalisiert werden.
  • Hinweise auf organisierte Täterstrukturen liegen derzeit nicht vor.
  • Die Ermittlungen dauern an.
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    played by Cat
    Alter: 161 Jahre
    Spezies: Hexe
    Beruf: Dozent für Anatomie/Gerichtsmediziner
    Johann Rasmussen ist ein Mann, den man nicht durchschaut. Ein kontrollierter Geist in einem disziplinierten Körper, dessen Ruhe selten Erleichterung, sondern Anspannung bedeutet. Er wirkt charismatisch, weltgewandt, fast charmant, solange man nicht merkt, wie berechnend jede seiner Gesten ist. Zielstrebig bis zur Härte und mit einer Präzision, die Menschen eher verstummen lässt, als sie näherzubringen. In Gesellschaft höflich, aber unnahbar, ist er jemand, der Nähe nur zulässt, solange sie ihn nicht berührt. Sein Denken ist logisch, sein Urteil kalt, seine Moral variabel. Und doch haftet ihm eine seltsame Faszination an – wie jemandem, der Dinge weiß, die man selbst lieber nicht wissen möchte.




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